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Japan Delegation initiiert Brot-Patenschaft



Die Lesachtaler und Osttiroler Delegation, die zur Eröffnung eines original nachgebauten Lesachtaler Brotbackhauses ins Land der aufgehenden Sonne gereist ist, kehrt Montagabend zurück. Gemeinsam mit den japanischen Freunden wurde die Plattform „Brot für’s Leben“ gegründet.


Offizielle Brotübergabe


Schlange beim Brotverkauf


Man freut sich auf das frische Brot


die kleine Momoko war bereits im Lesachtal und kannte das gute Brot

„Für uns ist Brot heute eine Selbstverständlichkeit, in Japan galt es bis vor 100 Jahren als Luxus, und wir sollten uns daran erinnern, wie viele Menschen Hunger leiden und von diesem wertvollen Nahrungsmittel nur träumen. Deshalb haben wir gemeinsam mit unseren japanischen Freunden die Plattform „Brot für’s Leben“ gegründet“, erzählt Werner Lexer von der Lesachtaler Brotgemeinschaft. „Damit wollen wir hungernden Menschen direkt helfen“, so Lexer. Die Initiative baut auf zwei Säulen. Die Brot Patenschaft „Mensch zu Mensch“ sichert mit einer Spendensumme von 30 Cent pro Tag das Überleben eines hungernden Menschen. „Aktionen für Menschen“ stellt einen Teil des Umsatzes einer Veranstaltung dieser Brot-Patenschaft zur Verfügung. „Die Organisation in Österreich übernimmt die Brotgemeinschaft Lesachtal, in Japan konnten wir die Ethnologin Eiko Funada dafür gewinnen“, erklärt Bürgermeister Franz Guggenberger. „Brot ist eine wunderbare Marke und ein wertvoller Kulturbotschafter, darüber hinaus ist es aber auch ein Symbol für Menschlichkeit und Hilfe“, freut sich Guggenberger darüber, dass die Japanreise zur Eröffnung des Brotbackhauses Ko-No-Ha nicht nur eine isolierte Aktion ist, sondern auf vielen Ebenen Nachhaltigkeit zeigt.
Die Eröffnung samt offizieller Brotübergabe war, so Lexer, ein voller Erfolg: „Die Japaner und Japanerinnen fliegen auf unser Brot! Allein bei der Eröffnung wurden 700 Brotlaibe mit einem Gewicht von etwa einem halben Kilo gebacken und quasi ofenfrisch verkauft.“ In den vergangenen Monaten wurde am Rande eines etwa 360 Hektar großen Waldstückes in Tokio ein Lesachtaler Backhaus originalgetreu nachgebaut. Das Backhaus wurde in ein Cafè integriert. Der Projektträger, die Tamanourin AG, hat dieses Projekt als Naherholungsgebiet konzipiert. „Verkauft wird dort zukünftig nicht nur Brot, das auf traditionell österreichische Art gebacken wird, sondern auch andere Schmankerln wie Apfelstrudel, Topfenstrudel, Nussstrudel, Buchteln und Reindling“, erklärt Bäckermeister Ernst Joast, der in den vergangenen drei Wochen fünf Bäckerlehrlinge in das Backen mit dem Holzofen und die traditionelle österreichische Backkunst eingeschult hat.






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