Das Lesachtal lag lange Zeit abseits der großen überregionalen Verkehrswege. Obwohl früh vom Tourismus entdeckt, blieb dieser wegen der schwereren Erreichbarkeit immer auf einer bescheidenen Stufe. Mit seinen 1.500 Einwohnern und ca. 120.000 Nächtigungen gehört die Gemeinde Lesachtal auch heute nicht zu den intensivsten Tourismusgemeinde Österreichs. Der Verdienst der Gemeindepolitik und seiner Bevölkerung besteht darin, sich frühzeitig für eine kontrollierte, zielgerechte und begrenzte touristische Entwicklung eingesetzt zu haben.
Der Name "Lesach" leitet sich von dem slawischen Wort für "Wald" ab, und noch heute ist die Wirtschaft von der Land- und Forstwirtschaft geprägt. Die Mehrheit der erwerbstätigen Bevölkerung lebt von der Land- und Forstwirtschaft und seit dem letzten halben Jahrhundert vom auch vom Tourismus. Neben den Haupterwerbszweigen Tourismus und Landwirtschaft hat sich in den letzten Jahrzehnten hat sich auch der Handel, das Kleingewerbe und Dienstleistungsunternehmen entwickelt, die vor Ort Arbeitsplätze sichern. Durch Direktvermarktung der bäuerlichen Produkte und er Vertriebsschiene „Bauernladen“ können mehr als 60 Mitglieder einen Zuerwerb erwirtschaften. Aufgrund der Anbindung an die neuen Medien Stichwort „Datenhightway“, ergeben sich auch für entlegene Täler, wie das Lesachtal, in der Zukunft neue wirtschaftliche Chancen.